09
Jun
2008
Geschrieben von Micmox um 16:00 Uhr
Poker sollte man als Spiel betrachten und beim Pokern sollte man Spaß und Freude empfinden. Trotzdem gehört auch eine Portion Ehrgeiz dazu, zumindest für mich. Ein wenig Wettkampf ist das Salz. Und wer beim Poker keinen kühlen Kopf bewahren kann, der sollte es lassen (im Sinne von Wettkampf). Am Wochenende habe ich im Spiel ein einziges Mal meinen Emotionen freien Lauf gelassen, ich wurde mitgerissen, weil es jemand geschickt verstanden hat, meine Gefühle zu reizen und dadurch habe ich diesen “Wettkampf” verloren.
Merke, wenn du bei vielen Mitspielern selber kein ASS hast (auch wenn die vorhandenen zwei Karten ganz nett sind), im Flop kommt aber ein ASS, dann ist das Ding mit großer Wahrscheinlichkeit gelaufen und man sollte aufhören weiter massenhaft Chips in die Mitte zu werfen, denn du benötigst definitiv etwas besseres, als ein Pärchen, denn mindestens einer der Mitspieler hat vermutlich ein weiteres ASS auf der Hand, bzw hat sogar sehr wahrscheinlich ein weiteres ASS auf der Hand, wenn er mit sehr hohen Einsätzen spielt.
Beim Pokern (ach eigentlich auch generell) kann nichts erzwungen werden.
Aber irgendwie passte dieser spielerische GAU ganz gut zu meinem derzeitigen Leben. Mit Mühe, Geduld, Beherrschung und Disziplin langsam etwas aufgebaut und durch einen einzigen emotionalen Fehltritt in kürzester Zeit wieder zunichte gemacht.
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14
Jan
2008
Geschrieben von Micmox um 10:37 Uhr
Neben dem eigentlichen Spielen ist es mehr, darum bringt es auch so einen Spaß.
Die Geselligkeit: 8 Freunde sitzen zusammen und haben Spaß, alleine das ist schon ein guter Grund.
Der Einsatz: Wenn es um was geht, und seien es nur Centbeträge, dann ist es wie das sprichwörtliche “Salz in der Suppe”
Die Psychologie: Was hat er auf der Hand, warum geht er mit, blufft er nur? Man wünscht sich mehr als einmal, Gedanken lesen zu können.
Die Schauspielerei: Bingo, super Karten, wie muß ich mich verhalten, damit möglichst viele Chips in den Pott wandern und ich ihn kassiere. Man fängt an, den Leuten was vorzuspielen, und wenn es nur daraus besteht, stur geradeaus zu schauen und keinerlei Mimik zu zeigen. Auch das Spekulieren über das Verhalten des anderen macht einfach Spass.
Die Disziplin: Zum achten Mal hintereinander bescheidene Karten? Nur wer wie eine Katze ruhig bleibt und weiter auf seine Chance lauert, verspielt nicht alles vorzeitig.
Die Taktik: Ich werde mich jetzt eine ganze Weile so verhalten. Wenn Situation x Eintritt, werde ich mich plötzlich ganz anders verhalten und alle laufen mir (hoffentlich) in die Falle. Hach, ich liebe solche Spielchen.
Die Wahrscheinlichkeit: Eine Karte wird noch aufgedeckt, ich benötige unbedingt eine Karte der Art x oder y für ein konkurrenzfähiges Blatt. Es gibt 12 mögliche Karten dieser Arten, die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Karte mir hilft liegt also bei zz Prozent. Nur wer einigermassen den Überblick behält, kann den Glücksfaktor zu seinen Gunsten verändern.
Je mehr man in das Spiel eintaucht, desto interessanter wird es. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.
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