Poker sollte man als Spiel betrachten und beim Pokern sollte man Spaß und Freude empfinden. Trotzdem gehört auch eine Portion Ehrgeiz dazu, zumindest für mich. Ein wenig Wettkampf ist das Salz. Und wer beim Poker keinen kühlen Kopf bewahren kann, der sollte es lassen (im Sinne von Wettkampf). Am Wochenende habe ich im Spiel ein einziges Mal meinen Emotionen freien Lauf gelassen, ich wurde mitgerissen, weil es jemand geschickt verstanden hat, meine Gefühle zu reizen und dadurch habe ich diesen “Wettkampf” verloren.
Merke, wenn du bei vielen Mitspielern selber kein ASS hast (auch wenn die vorhandenen zwei Karten ganz nett sind), im Flop kommt aber ein ASS, dann ist das Ding mit großer Wahrscheinlichkeit gelaufen und man sollte aufhören weiter massenhaft Chips in die Mitte zu werfen, denn du benötigst definitiv etwas besseres, als ein Pärchen, denn mindestens einer der Mitspieler hat vermutlich ein weiteres ASS auf der Hand, bzw hat sogar sehr wahrscheinlich ein weiteres ASS auf der Hand, wenn er mit sehr hohen Einsätzen spielt.
Beim Pokern (ach eigentlich auch generell) kann nichts erzwungen werden.
Aber irgendwie passte dieser spielerische GAU ganz gut zu meinem derzeitigen Leben. Mit Mühe, Geduld, Beherrschung und Disziplin langsam etwas aufgebaut und durch einen einzigen emotionalen Fehltritt in kürzester Zeit wieder zunichte gemacht.

