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31 Jan 2008
zu Fuß unterwegs
Geschrieben von Micmox um 6:16 Uhr
Gestern mußte ich in die Innenstadt, was besorgen. Die 3 Kilometer bin ich zu Fuß gelaufen, war zwar ein wenig feucht und kühl, bin aber für jede frische Luft und Bewegung derzeit dankbar. Der Weg war früher übrigens fast mein Schulweg, nur dass ich den damals immer mit dem Fahrrad zurückgelegt habe.
Auf dem Rückweg bin ich an einer anderen Schule vorbei gekommen, Gymnasium. Dieses spuckte gerade Unmengen an Schüler aus, Schulschluß. Im Vorbeigehen habe ich noch den Fetzen einer Unterhaltung mitbekommen.
Er, auf dem Fahrrad sitzend und Sie, daneben ohne Fahrrad stehend:
Sie: [...]
Er: Wieso willst du mich anfassen, bist du schwul oder was!
Sie: [...]
Im Nachhinein sollte ich froh sein, dass nicht mehr von dieser Unterhaltung an mein Ohr gedrungen ist.
Vor der Schule warteten massenhaft Autos und verpesteten die Luft. Schaffen es einige Schüler heutzutage nicht mehr, alleine und mit eigener Kraft nach Hause zu kommen, oder haben die werten Schüler keine Zeit mehr für einen langsamen Schulweg? Ich wurde in meinem Leben nicht ein einziges Mal mit dem Auto abgeholt oder hingebracht, egal ob heiss, kalt, nass, Schnupfen, Bänderdehnung. Und genau diese Eltern, die im warmen Auto vor der Schule warten, regen sich bei nächster Gelegenheit auf, dass wieder eine Sportstunde ausfällt und dass das eigene Kind zu wenig Bewegung bekommt und immer nur vor dem Computer sitzt.
Ach eigentlich sollte mir das auch alles egal sein, oder ist in China gerade ein Sack Reis umgefallen?
30 Jan 2008
Elmshorn im Winter in der dunklen Jahreszeit
Geschrieben von Micmox um 9:30 Uhr

Holz Junge

Steindammpark mit dem alten Hochhaus von Teppich Kibek im Hintergrund
29 Jan 2008
Traum
Geschrieben von Micmox um 12:50 Uhr
Ich würde mal behaupten, an 95 % aller Träume erinnern ich mich überhaupt nicht und 4 % vergesse ich sofort wieder nach dem aufwachen. Der letzte Traum geht mir nicht aus dem Kopf.
Ich hatte einen Knochen verschluckt, er war zu groß zum Runterrutschen, er war zu groß zum Auswürgen.
Wenn ich nichts machte, bekam ich Luft, hatte aber ein schreckliches Fremdkörpergefühl im Hals.
Wenn ich versuchte ihn loszuwerden, egal ob rauf oder runter, versperrte er mir zum größten Teil die Luftröhre.
Kein schönes Gefühl.
28 Jan 2008
Was ich so mache (2)
Geschrieben von Micmox um 6:26 Uhr
MM = müder Micmox am Telefon
DAU= fröhlicher Kunde, der normalerweise nichts mit PCs zu tun hat und nur für den Job ab und zu an einem PC arbeiten muß
MM: Guten Morgen, hier ist die Hotline
DAU: Guten Morgen, auf meinem PC ist ein komisches Fenster, dort steht was mit “Error” und “Klieent Tabel ist Full”
MM: Ähm, öh, aktivieren sie doch mal die Fernwartung, dass ich bei Ihnen auf dem Rechner schauen kann
DAU: Hä?
[Den folgenden ermüdenden Wortwechsel überspringen wir mal]
…
[Fernwartung steht, MM klickt wild auf dem fremden Rechner rum, öffnet Ereignisanzeigen, sichtet Protokolle, sieht, dass der Rechner seit 2 Wochen durchgehend ohne Neustart läuft]
MM: Ähm, öh, jaaa, hmmm, das sieht wohl nach einem Ressourcenproblem im oberen Cash Speicher aus, wodurch der Workflow ins Stocken geraten ist und die Dynamic Process File Table nicht mehr ordnungsgemäß arbeitet, das ähm, … kann mal passieren
DAU: ???
MM: Sie müssen den Rechner einmal neu starten, der Fehler wird dann nicht mehr auftreten, und wenn doch, melden sie sich bitte sofort wieder!
DAU: OK
DAU meldet sich nicht mehr, MM ist mal wieder der Held
26 Jan 2008
Naturbursche
Geschrieben von Micmox um 8:11 Uhr
Ich schlafe bei offenen Fenster, ich brauche die frische Luft, ich muß fühlen, welche Jahreszeit gerade ist.
Geschlossene Räume sind für mich im Bett nur schwer zu ertragen, ich habe dabei das Gefühl, ich atme verbrauchte Luft und liege irgendwie steril.
Am schönsten ist es, wenn man die Natur richtig fühlt, wenn man den Wind hört, wenn er in den Blättern rauscht oder wenn man den Regen hört, wie er auf den aufgeweichten Boden fällt.
Die Kälte ist noch etwas besonderes, da sie einem sehr nahe kommt. Man nimmt sie nicht nur wahr, man spürt sie regelrecht, wenn sie einem an der Nase kitzelt, die fast als einziges noch aus der Bettdecke hervor schaut.
Man bekommt ein wundervolles geborgenes Gefühl. Draussen ist es rauh und unangenehm, man selber liegt warm und gemütlich.
Noch schöner wird es, wenn man dieses Geborgenheit mit jemanden teilen kann. Die Empfindungen werden verstärkt und es stellt sich ein Hochgefühl ein.
Gerade morgens, wenn man noch im Halbschlaf langsam in die wirkliche Welt zurückkommt, kann es nichts schöneres geben.
Kalte windige regnerische Tage können wundervoll beginnen.




