27 Aug 2007

Fotografieren ist nicht einfach

Geschrieben von um 17:00 Uhr

Wenn einer eine Reise tut, dann muß er es dokumentieren. Reichte bisher eine Digitalkamera mit ordentlich Speicherkarten im Gepäck, mußte es dieses Mal die volle Palette sein:
digitale Zoomkamera,
digitale “Snapshotkamera”,
Notebook mit Kartenleser,
Ersatzakkus und Ladegeräte für diese Akkus,
normale Batterien, für den Fall, dass sowohl Akku als auch Ersatzakku erschöpft sind,
USB Kabel, um Kartenlesegerät und ggfs die Kameras direkt an das Notebook anzuschließen,

Derart ausgerüstet konnte einfach nichts schiefgehen, … dachte ich.

Bis zu Tag 3 ging auch alles gut, ich fotografierte Mal mit der einen, Mal mit der anderen Kamera und verschob abends die Bilder von den Speicherkarten der Kameras auf das Notebook. Der Abend des 3. Tages brachte dann aber Probleme beim Verschieben, keine Ahnung was nicht stimmte, auf jeden Fall wurde das Speicherkartenlesegerät nicht mehr erkannt, es begann das ungeduldige Analysespielchen, Stecker raus, rein, Speicherkarte entfernen, wieder einsetzen, Notebook neu starten, nichts ging. Die Kameras wurden schließlich direkt angeschlossen und die Fotos so von Karte aufs Notebook verschoben. Das Lesegerät wurde verfucht und in die Ecke gefeuert, warum gibt es gerade jetzt den Geist auf?

Erst an Tag 6 hatte ich wieder die Muße, abends die gefüllten Speicherkarten zu leeren, dazu wurde das Lesegerät wieder vorgekramt und siehe da, es funktionierte wieder bestens, warum auch immer. Bis zu einer Fehlermeldung, ein Bild auf der Karte der Snapshotkamera meldete Lesefehler, hm, ein wenig hier und da probiert, die Datei war wohl kaputt, mist, also Datei gelöscht. Anschließend die Fotos auf dem Notebook betrachtet und haha, hahahahahahaha, die defekte Datei war von Tag 4 (mittags) und alle Fotos danach waren verschwunden, hahahahahahahaha, schnell ein Testfoto gemacht, klappt, der Zähler zeigte mir dann aber eine Lücke von ca. 170 Bildern, hagnmpf *werde ohnmächtig*. Nach ein paar Stunden hatte ich mich einigermaßen von dem Schock erholt, die Snapshotkamera hatte bei mir jetzt allerdings eindeutig verschissen.

Spätabends sitzen wir noch an der frischen Luft, bewusst OHNE Kamera, als die Natur beginnt, immer toller auszusehen, das Licht wird in der untergehenden Sonne immer besser, ich muß das Fotografieren, natürlich jetzt mit meiner guten Kamera, also im Laufschritt auf die Kabine und die Kamera geholt, ich schieße spektakuläre Bilder, leider mit einer falschen Einstellung. Mein Weißabgleich stand auf Kunstlicht, die Bilder sind total “verblaut”. Es sieht aus, als wären wir irgendwo nördlich des Polarkreises, zu der Zeit, wo sich die Sonne niemals blicken lässt. Super.

09 20.51

Eigentlich schien die Sonne

An den folgenden 3 Tagen nutze ich dann auch wieder die Snapshot-Kamera, immerhin hat sie eine Auflösung von 7 Megabyte und ist so schön klein und praktisch. Es gibt auch keine Probleme mehr, unter anderem wird ein super Sonnuntergang dokumentiert. Irgendwann fällt mir dann beim Betrachten der Fotos auf dem Notebook auf, dass diese ziemlich klein sind, kein Wunder, seit dem Crash fotgrafiere ich mit der Auflösung von 1 Megabyte, mir fehlen die Worte, wie ist das denn jetzt wieder passiert, da hätte ich ja auch mit meinem Handy fotgrafieren können. Zum Ärgern bin ich inzwischen zu frustriert.

In den folgenden Tagen kontrolliere ich ständig die Einstellungen der Kameras, kopiere (nicht verschiebe) die Bilder von Karte auf das Notebook und lösche auf der Karte erst, wenn alles ok ist.

Und die Moral von der Geschicht, Ausrüstung alleine bringt es nicht.

PS: Einen Teil der 170 verschwundenen Fotos konnte ich von der Speicherkarte wieder herstellen, dem Programm “File Recovery” sei Dank. Zwar haben die Bilder auch nur eine Auflösung von 1 MB und einige Bilder werden nur noch zur Hälfte angezeigt, aber immerhin.

07 12.47

Die Häffte ist besser als nichts

Beitragsdetails

Tags »

Kommentar-Autor

Kategorie » Micmox intern «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0

Kommentare und Pings sind geschlossen.

Ein Kommentar

  1. Kommentar ohne Gravatar

    Kopfschüttler

    um 21:11 via Website

    28 Aug 2007

    Oh Mann, WAS für eine Geschichte! Es tut mir leid, ich muss ein wenig darüber lachen, aber wäre ich an deiner Stelle, wäre mir das Lachen wahrscheinlich vergangen…

    Tut mir echt leid!